Unsere Leistungen.

Schnell und einfach zu
Ihrem Gutachten.

Ihr Gutachten

Seit über 25 Jahren sind wir spezialisiert auf die Analyse von Luftbildern für öffentliche, gewerbliche und private Auftraggeber. Dafür greifen wir auf unser eigenes Archiv mit über 50.000 Luftbildern, zahlreicher Literatur und vielen Archivalien zurück. Bei Bedarf ziehen wir darüber hinaus auch ausländische Luftbildarchive und weitere Quellen hinzu.

Vorerkundung

Bei der Vorerkundung auf Kampfmittelbelastung begutachten wir vorhandene, historische Luftbilder mit Hilfe verschiedener bildgebender analoger und digitaler Verfahren, soweit möglich stereoskopisch. Wir durchmustern die angefragten Flächen auf Sprengbomben-Trichter, mögliche Blindgänger-Einschläge und zerstörte bzw. schwer beschädigte Gebäude.

Zur Analyse der Gesamtsituation werden teilweise die Art und Weise der Bombardierungen, die Häufigkeit der in der Umgebung des Untersuchungsgebiets auftretenden Sprengbombentrichter sowie Flakstellungen, Grabensysteme oder weitere militärisch angelegte und genutzte Strukturen wie auch die zivile Infrastruktur miteinbezogen.

Ergebnisse

Alle gewonnenen Informationen werden untereinander abgeglichen, von uns kartographisch erfasst und georeferenziert. Nach unserer Auswertung wissen Sie, ob und wo Kampfmittelverdachtsmomente festgestellt wurden und ob weitere Untersuchungen notwendig sind.

Abschließend schicken wir Ihnen ein aussagekräftiges und offiziell gültiges Gutachten als PDF per E-Mail und als Papierexemplar für Ihre Unterlagen per Post. Darüber hinaus erhalten Sie von uns konkrete Handlungsanweisungen für Ihr weiteres Vorgehen.

Wie war das damals? Geschichte im Kontext. Im Verlauf des 2. Weltkriegs wurden von den alliierten Luftstreitkräften über dem Gebiet der heutigen Bundesrepublik Deutschland ca. 3,5 bis 4 Millionen Sprengbomben abgeworfen. Je nach Typus sind von diesen Sprengbomben ca. 8% bis 15% nicht explodiert. Noch während der Kriegswirren wurde bereits ein Teil dieser Blindgänger entschärft bzw. geborgen. Die große Mehrheit liegt allerdings noch unentdeckt im Untergrund. In den Blindgängern stecken nach wie vor hochexplosive Sprengmittel. Häufig wurden chemische Langzeitzünder verbaut, die durch Berühren oder Bewegen oder aber auch durch in der Nähe ausgeführte Ramm- oder Rüttelarbeiten jederzeit detonieren können. Da Blindgänger in der Regel verborgen im Boden lagern, sind sie besonders für das Baugewerbe und auch für Land- und Forstwirtschaft ein oft nicht kalkuliertes Risiko.

Die Erschließung von Baugrund, der Rückbau bestehender Gebäude oder die Sanierung von Verkehrswegen sind typische Beispiele, bei denen zufällig Sprengbombenblindgänger gefunden werden. Zwischen Kriegsende und Dezember 2017 wurden allein in Baden-Württemberg durch den Kampfmittelbeseitigungsdienst 24.573 Blindgänger entschärft und vernichtet.

Wichtige Ziele für Luftangriffe waren Industriezentren, infrastrukturelle Knotenpunkte und Kanalisierungen, wie z. B. Bahnlinien und -höfe, Flugplätze und Brücken sowie militärisch genutzte Einrichtungen, wie z. B. Flakstellungen. In den ersten Kriegsjahren waren die deutsche Luftwaffe und Flakverteidigung berüchtigt für ihre hohe Trefferquote, weshalb die alliierten Luftangriffe zu dieser Zeit vor allem nachts geflogen wurden. Zur Orientierung dienten den Piloten in erster Linie Flussläufe und andere charakteristische Landschaftsstrukturen. So kam es vor, dass ein Bombergeschwader sein eigentliches Ziel in der Dunkelheit nicht fand und seine Bombenlast anderswo abwerfen musste oder annahm es habe das Ziel erreicht und fälschlicherweise ein anderes Gebiet bombardierte.

Um die alliierten Streitkräfte von den strategisch wichtigen Zielen abzulenken, errichteten die deutschen Truppen zudem mit günstigen Materialien in unbebauten Gebieten sogenannte „Scheinwerke“ oder „Scheinanlagen“. Diese waren nachts beleuchtet und sollten den Angreifern suggerieren, dass sie ein strategisch wichtiges Ziel vor Augen haben. Aus diesen Gründen besteht für ganz Deutschland, auch für dünn- und unbesiedelte Gebiete, die generelle Möglichkeit, mit blindgegangenen Kampfmitteln belastet zu sein.

Für Bauherren gibt es derzeit keine gesetzliche Vorschrift eine Luftbildauswertung durchzuführen. Aber: Die Landesbauordnung von Baden-Württemberg schreibt, ähnlich den anderen Landesbauordnungen der Bundesrepublik Deutschland in §3 Allgemeine Anforderungen, Absatz (1) „Bauliche Anlagen sowie Grundstücke… sind so anzuordnen und zu errichten, dass die öffentliche Sicherheit oder Ordnung, insbesondere Leben, Gesundheit oder die natürlichen Lebensgrundlagen, nicht bedroht werden und dass sie ihrem Zweck entsprechend ohne Missstände benutzbar sind.“ Im Bürgerlichem Gesetzbuch §94 Wesentliche Bestandteile eines Grundstücks oder Gebäudes im Absatz (1) wird klargestellt, dass „Zu den wesentlichen Bestandteilen eines Grundstücks gehören die mit dem Grund und Boden fest verbundenen Sachen, insbesondere Gebäude, …“. Da Blindgänger fest mit dem Grund und Boden verbunden sind, kommt der Gesetzgeber zu dem Schluss, dass jeder Grundstückseigentümer grundsätzlich verantwortlich für die Erforschung und Beseitigung von Gefahren verantwortlich ist, die von seinem Grundstück ausgehen, also auch für die Erforschung und die Beseitigung möglicher vorhandener Blindgänger. Wird die Gefahr von Sprengbombenblindgängern vom Bauherrn oder Grundstückseigentümer ignoriert kommt §823 des Bürgerlichen Gesetzbuchs bzw. Die §§308 und 319 des Strafgesetzbuchs zur Anwendung.

Ihre Anfrage

So fragen Sie uns an. Um Ihnen ein passendes Angebot machen zu können, benötigen wir Angaben zum Untersuchungsgebiet, Ihre Kontaktdaten, die des Auftraggebers und eine Rechnungsanschrift. Wenn alle Punkte geklärt sind, erhalten Sie von uns in der Regel nach 1 bis 2 Werktagen ein verbindliches Festpreis-Angebot mit zeitlichen Angaben zur Fertigstellung Ihres Gutachtens.

Was, wenn es besonders schnell gehen muss? Der Baubeginn findet früher statt als von Ihnen erwartet und der Bagger steht schon vor der Tür? In Ausnahmefällen können wir in einem beschleunigten Verfahren schneller als gewöhnlich mit einem Gutachten aushelfen. Rufen Sie uns dazu einfach direkt an.

Haben Sie noch Fragen? Wenn Sie genauer wissen möchten wie wir arbeiten, wie die historischen Hintergründe und rechtlichen Vorgaben sind, finden Sie in unserem umfassenden FAQ- und Glossar-Bereich entsprechende Detailinformationen.

FAQ